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ADHS Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit Hyperaktivität
ADS Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (manchmal umfassender)
Allograph Buchstaben (Grapheme), die denselben Laut wiedergeben, aber unterschiedliche Form aufweisen (z.B. ss und ß) 
Allomorph Morphemvariante, die von der Umgebung im Wort abhängt (z.B. tritt das t zur Kennzeichnung der 3. Person Sing. nach d und t als "et" auf) 
Allophon von der lautlichen Umgebung abhängige Phonemvariante (z.B. ch-Laut in Bach und ich)
Analyse Untersuchung hinsichtlich einzelner Bestandteile
Aphasie Sprachstörung. Verlust des Sprechvermögens oder Sprachverständnisses.
Asymmetrie Ungleichmäßigkeit, die kein Spiegelbild erzeugt
auditiv das Hören betreffend; fähig, Sprachlaute zu identifizieren 
auditives Gedächtnis speichert und liefert Informationen, die durch die Ohren aufgenommen werden 
Aufmerksamkeitsumfang Fassungsvermögen der Verarbeitung simultaner Informationselemente in Wahrnehmung und Vorstellung. 
congenital angeboren, nicht unbedingt erblich
Defizit Mangel
Dekodierung Umwandlung eines Signals, Zeichens in eine Botschaft; beim Lesen werden die Schriftzeichen, Buchstaben und Wörter, entsprechenden Lauten zugeordnet. 
Diagnose aufgrund genauer Beobachtungen abgegebene Feststellung über den Zustand, die Beschaffenheit von etwas
diagnostisch durch Diagnose festgestellt
Diagraph mehrere Buchstaben, die zusammen einen Laut darstellen (z.B. ch, sch, ph, th) 
Didaktik Lehre vom Lehren und Lernen
differieren sich unterscheiden
Diskrepanzdefinition Definition, die das Diskrepanzkriterium enthält
Diskrepanzkriterium umstrittenes Kriterium, das zur Einstufung als Legastheniker oder Nicht-Legastheniker diente und dient 
Diphthong aus zwei Vokalen gebildeter Laut, auch Doppellaut, Zwielaut (z.B. ei, au, eu, äu, ai)
Dyslexie heute im Deutschen: Teilverlust intakter Lesefähigkeit durch Verletzung oder Erkrankung.
Dysplasie Fehlentwicklung eines Organs oder Organismus
Enkodierung Umwandlung einer Botschaft in ein Signal, Zeichen; beim Schreiben werden Wörter in ihre Lautbestandteile zerlegt und diese den entsprechenden Schriftzeichen zugeordnet.
Ergotherapie internationaler Begriff für Beschäftigungstherapie (BT). Ergotherapeuten arbeiten in der Regel mit geistig und körperlich behinderten Menschen.
Etymologie Lehre von der Bedeutung, Geschichte und Herkunft der Wörter (z.B. kommt Quäntchen, früher Quentchen, von lat. quintus = 5ter Teil)
Förderdiagnostik Form der Diagnostik, die von den Stärken des Kindes ausgehend zu individualisierten Förderplänen führt. Diagnostik und Förderung stehen im Zusammenhang. 
förderdiagnostisch den Lernprozess begleitend
Frühkindliche Hirnschädigung Schädigung des Gehirns, die vor, während oder nach der Geburt eingetreten ist. 
Gehirnareal Bereich, Gebiet im Gehirn
genetisch auf Vererbung beruhend
genetische Disposition Empfänglichkeit, Bereitschaft zu etwas
Graph Schriftzeichen, Symbol, kleinste, nicht bedeutungskennzeichnende Einheit in schriftlichen Äußerungen
Graphem kleinste bedeutungsunterscheidende Einheit auf der Ebene geschriebener Sprache (Buchstaben oder Buchstabenfolgen, z.B. Buch - Busch). Man unterscheidet Basisgrapheme, die regelmäßig für ein Phonem stehen und Ortographeme, die weniger regelmäßig für dasselbe Phonem stehen (z.B. der a-Laut wie in Kran wird am häufigsten nur mit a als Basisgraphem verschriftet, seltener sind die Ortographeme ah oder aa wie in Kahn oder Waal) 
Homophon Wort mit gleicher Lautung und verschiedener Schreibung (z.B. Kuh und Coup, Wahl und Wal, Mohr und Moor, Leere und Lehre) 
infantil (abwertend) geistig oder körperlich unterentwickelt; der kindlichen Entwicklungsstufe entsprechend, kindlich
IQ Intelligenzquotient, wird mit Hilfe eines standardisierten und normierten Testverfahrens gemessen. Er ist der beste Prädiktor für die generelle Schulleistung in der 1. Grundschulklasse, wird aber schnell von anderen Kriterien (z.B. Vorwissen, Motivation) verdrängt. Für Lese- Rechtschreibschwierigkeiten gibt er kaum Aufschluss. Intelligenz = Lesen, Rechnen und Schreiben ist definitiv falsch!
kausal das Verhältnis Ursache - Wirkung betreffend, ursächlich
Kinästhesie Fähigkeit, Bewegungen unbewusst zu steuern; Bewegungswahrnehmung, Raum-Lage-Wahrnehmung
KISS-Syndrom "Kopf-induzierte-Symmetrie-Störung", Wirbelsäulen-Funktionsstörung
Kognition Gesamtheit aller Prozesse, die mit dem Erwerb, der Speicherung und Wiederverwendung von anschaulichen und abstrakten Erkenntnissen, Einsichten und Wissen zu tun haben.
kognitiv Kennzeichnung von Prozessen, die mit dem Erkennen oder Verwenden ableitbaren Wissens bei der Auseinandersetzung mit bestimmten Aufgaben zusammenhängen. 
Kommunikation Verständigung untereinander, Umgang miteinander, Verbindung
Kompensation Ausgleich
Kompensatorischer Ansatz Ansatz bei Lernproblemen mit dem Ziel, durch den Ausbau von Stärken vorhandene Schwächen auszugleichen
Kompositum  zusammengesetztes Wort (z.B. Eisbein, Fernsehübertragung, Schifffahrtsgesellschaft)
Konsonant Mitlaut. Laut, der mit einem Vokal ausgesprochen wird (z.B. b, c, d, f, g, h, k, l, m, n, p, q, r, s, t, v, w, x, (y), z) und bei dessen Aussprache der Atemstrom gehemmt wird. 
Kortex Hirnrinde; äußere Zellschicht eines Organs
Kurzzeitgedächtnis Haltezeit: ca. 30 Sekunden bis wenige Minuten (in manchen Modellen auch länger)
Lateralität  Seitigkeit des Körpers oder bestimmter Körperpartien
Lautanalyse zerlegen eines gehörten o. gedachten Wortes in seine lautlichen Bestandteile
Lautsprache gesprochene mündliche Sprache
Legasthenie  umstrittener, in der Medizin geprägter Begriff um pädagogisch-didaktische Inhalte und psychologische Auswirkungen.
Lexem Einheit des Wortschatzes, die die begriffliche Bedeutung trägt, meist der Wortstamm ohne Endung (z.B. les, nicht lesen, lese, liest, lest) 
Linguistik Sprachwissenschaft
Logopädie Sprachheilkunde, Spracherziehung und -therapie bei Sprach- und Sprechstörungen.
MCD Minimale Cerebrale Dysfunktion, leichte Hirnfunktionsstörung
Minimalpaar zwei Wörter, die sich nur durch ein einzelnes Phonem bzw. lautliches Merkmal unterscheiden (z.B. muss - Mus; dick - schick; Wunde - Kunde) 
Molekulargenetik Teilgebiet der Vererbungslehre, das die Zusammenhänge zwischen Vererbung und Struktur der Gene untersucht.
Morphem (auch Monem) kleinste bedeutungstragende Einheit in der geschriebenen Sprache; freies Morphem (z.B. Wörter: gut, Tür), gebundenes Morphem (z.B. aus in ausgehen oder -en in Frauen)
Neurochirurgie Spezialgebiet der Chirurgie, die sich mit operativen Eingriffen am Zentralnervensystem befasst.
Neurologe Nervenarzt
Neuron Nervenzelle, Nerveneinheit
Neuropsychologe Wissenschaftler auf dem Gebiet der Neuropsychologie
Neuropsychologie Forschungsfeld der biologischen Psychologie, das sich mit Zusammenhängen zwischen Struktur bzw. Funktionsweisen des Nervensystems und Erleben, Verhalten bzw. Verhaltensstörungen beschäftigt. 
Orthographie Rechtschreibung. Ziel, durch übereinstimmende Schreibweisen die schriftliche Verständigung (Kommunikation) zu verbessern.
Orthographische Strategie Vorgehensweise, bei der der Lerner beim Schreiben orthographische Regeln und Wissen über die Struktur von Wörter berücksichtigt und beim Lesen größere Segmente wie Silben und Wörter erfasst.
pathologisieren in das Gebiet der Krankheiten hineinziehen
Phon kleinste gesprochene und identifizierbare Lauteinheit, als Bedeutungsträger Phonem genannt 
Phonem Kleinste bedeutungsunterscheidende Lauteinheit auf der Ebene der gesprochenen Sprache (z.B. b in Bein im Unterschied zu Pein), es gibt etwa 40 Phoneme im Deutschen.
Phonologie auch Phonemik, Phonematik: Sprachwissenschaftliche Disziplin, die sich mit der Funktion der (segmentierten) Laute im Sprachsystem beschäftigt.
phonologisch die Phonologie betreffend
Phonologische Bewusstheit  im engeren Sinn: Bewusstheit um Phoneme, (z.B. Anlauterkennung, Phonemsynthese, Phonemanalyse). Im weiteren Sinn: Wortsegmentation, Silbensynthese, Silbenanalyse, Reimerkennung, Sätze; Ph. B. ist Teil metasprachlicher Fähigkeiten 
Planum temporale Sekundärer auditorischer Kortex
Plastizität hier: Formbarkeit des Gehirns
polyätiologisch auf vielen Ursachen beruhend
polygen mehrere Gene betreffend, durch mehrere Erbfaktoren bedingt 
Prädiktor zur Vorhersage eines Merkmals herangezogene Größe
Präfix Vorsilbe, die Wörter bildet und die Bedeutung eines Wortes (Wortstamm) abwandelt.(z.B. lassen, verlassen, ablassen) 
Primärlegasthenie die Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens und/oder Schreibens 
Produktiver Wortschatz Gesamtheit der Wörter, die ein Sprecher verwendet.
Psychomotorik Bewegungsleben, das sich nach psychischen Gesetzen vollzieht.
Psychosomatik Lehre von der körperlichen Rückwirkung auf seelische Einflüsse.
Rezeptiver Wortschatz Gesamtheit der Wörter, die ein Sprecher kennt und versteht, ohne sie selbst benutzen zu müssen.
Schwa-Laut in unbetonten Silben erscheinende Schwundstufe des vollen Vokals, Murmel-e (z.B. Blume, haben)
Sekundärlegasthenie Verhaltensstörungen, Störungen in der Persönlichkeitsentwicklung als Folge von Primärlegasthenie
Semantik Lehre von der Bedeutung von Zeichen, Zeichenfolgen, Wörtern und Texten. 
Sensumotorik Zusammenspiel zwischen Muskelbewegung und Sinnesempfindungen 
Sigmatismus falsche Aussprache der S-Laute.
Signifikanz Bedeutsamkeit, Wesentlichkeit
Sonderpädagogischer Förderbedarf wird in einem dialogischen Verfahren von einer Lehrkraft der allgemeinen sowie der Sonderschule unter Einbeziehung der Erziehungsberechtigten ermittelt. 
Sprachentwicklungsverzögerung  liegt vor, wenn ein Kind im Vergleich zu Gleichaltrigen im Bereich der Sprachentwicklung deutliche Rückstände aufweist. 
Strategie genauer Plan des eigenen Vorgehens, unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren ein bestimmtes Ziel zu erreichen
Suffix Ableitungssilbe, Nachsilbe. Flexionssuffix (zur Beugung) oder Wortbildungssuffix (z.B. -ung, -heit, -keit). 
Symptom Anzeichen, Kennzeichen; auch Krankheitszeichen
Synonym Wort mit gleicher oder ähnlicher Bedeutung (z.B. starten, anfahren, anlassen) 
systemisch auf ein System bezogen, die Beziehungen zwischen den Elementen betreffend
taktil den Tastsinn betreffend
Ultrakurzzeitgedächtnis Haltezeit: weniger als eine bis wenige Sekunden 
Umlaut Veränderter Laut (im Deutschen ä, ö, ü) 
visuelles Gedächtnis speichert und liefert Informationen, die durch die Augen aufgenommen werden 
Vokal  Laut, bei dessen Artikulation die Luft verhältnismäßig ungehindert ausströmt (a, e, i, o, u)
Zentrale Fehlhörigkeit Funktionsstörung im Bereich der Nervenleitungsbahnen, die den Hörreiz von den Sinneszellen im Innenohr zum primären Hörzentrum im Großhirn übermitteln. Die Funktion des Mittel- und Innenohres ist nicht beeinträchtigt. 
zerebral das Großhirn betreffend
ZNS Zentralnervensystem, Gehirn und Rückenmark

 

 

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Copyright © 2007 Jan Römmling, Änderungen der Inhalte vorbehalten.
Stand: 28. September 2008